2018 ist das Europäische Jahr des kulturellen Erbes

Am 9. Februar beschlossen das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission eine vorläufige Einigung zum Kommissionsvorschlag für ein Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018. lm Rahmen der lnitiative sind Veranstaltungen auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene vorgesehen. Zentraler Punkt der Einigung ist u. a. die Aufstockung der Finanzmittel auf 8 Mio. €. Sie muss nun durch den Rat und das Parlament bestätigt werden. ln Deutschland stellt die Bundesregierung für die Vorbereitung des deutschen Beitrags und die Durchführung erster Projekte schon 2017 3,6 Mio. € bereit und hat eine Website zu Aktivitäten im Rahmen des europäischen Kulturjahres eingerichtet. Durch das Europäische Jahr soll die Rolle des Kulturerbes in einen breiten politischen und sozialen Zusammenhang gesetzt werden, um u. a. das Gefühl einer gemeinsamen europäischen ldentität und Zukunft zu unterstreichen.

Weitere Informationen

Grenzgänger-Rechercheförderung

Das Programm Grenzgänger fördert internatio-nale Rechercheaufenthalte von Autor/innen, Filmemacher/innen und Fotograf/innen, die relevante gesellschaftliche Themen und Entwicklungen aufgreifen und sich differenziert mit anderen Ländern und Kulturen auseinander-setzen wollen. Ziel des Programms ist es, die Entstehung von künstlerischen Werken zu unterstützen, die bestehende Stereotype durchbrechen und einem breiten Publikum neue Perspektiven auf die Vielfalt und Vielschichtigkeit anderer Kulturen öffnen. Willkommen sind Anträge von Newcomern sowie renommierten Autoren, Filme-machern und Fotografen gleichermaßen. Wenn Sie Informationen aus erster Hand sammeln, authentische Orte besuchen und in ihren Werken einen eigenen, neuen Blick wagen wollen, können Sie sich bewerben. Das Genre der Werke kann von literarischer und essayistischer Prosa, Lyrik, Fototextbänden, Kinder- und Jugendbuch-literatur über Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilme bis hin zu Hörfunkbeiträgen und Multimedia-Produktionen reichen. Unterstützt werden Recherchen für deutschsprachige Veröffentlichungen in folgenden Ländern Afrikas, Asiens und Europas: Afrika // Ägypten, Algerien, Ghana, Kenia, Libyen, Marokko, Südafrika, Tunesien; Asien // Indien, Indonesien, Japan, Vietnam, Volksrepublik China inklusive Taiwan, Hong Kong und Macao; Europa & Zentralasien // Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus/Weißrussland, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Georgien, Griechenland, Kasachstan, Kirgisistan, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Mongolei, Montenegro, Polen, Republik Moldau, Rumänien, Russische Föderation, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tadschikistan, Tschechien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Ungarn, Usbekistan. Außerdem haben Autoren, Filmemacher und Fotografen aus China die Möglichkeit, Förderungen für Recherchen in Deutschland zu erhalten. Abhängig vom Reiseland kann eine Rechercheförderung von bis zu 14.000 Euro beantragt werden. Bewerbungen können jeweils zwischen dem 1. März und 30. April sowie zwischen dem 1. September und 31. Oktober eingereicht werden.

Online-Bewerberportal

Handbuch The FUND-FINDER

Das durch KREATIVES EUROPA - KULTUR geförderte Europäische Netzwerk IETM hat unter dem Titel »The FUND-FINDER: A Guide to funding opportunities for arts and culture in Europe, beyond Creative Europe« ein Handbuch zu öffentlichen und privaten Fördermöglichkeiten für Kultur in Europa und darüber hinaus veröffentlicht. Ziel ist es, damit den Zugang zu Wissen um bestehende Förderquellen zu verbessern und eine gezieltere Suche nach Förderung zu ermöglichen. Koordiniert wurde die Arbeit durch das Informationsnetzwerk On the Move. Das Handbuch bietet eine Übersicht über lokal, regional und national bestehende Förderprogramme. Ergänzend werden EU-Programme über KREATIVES EUROPA - KULTUR hinaus vorgestellt, in denen ebenfalls Kulturprojekte Eingang finden können. Kultur wird von der EU als Querschnittsthema definiert - daher stehen andere EU-Programme offen, sofern die jeweiligen Förderkriterien erfüllt werden.

Download des Handbuchs

Jahresthema des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

2018 feiert der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds den 20. Jahrestag seiner Gründung. Gemeinsam mit zahlreichen Menschen und Institutionen auf beiden Seiten der Grenze hat der Fonds in diesen 20 Jahren dazu beigetragen, die traumatischen Erfahrungen des Krieges zu verarbeiten, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und Freundschaften aufzubauen. Das runde Jubiläum soll Anlass zur Reflexion des Erreichten im Kleinen wie im Großen sein, aber auch zur Diskussion über die Zukunft der deutsch-tschechischen Beziehungen in einer sich verändernden Welt anregen. Das Jahresthema 2018 soll deutsche und tschechische Akteure dazu bewegen, im Rahmen ihrer Projekte über die Zukunft deutsch-tschechischer Beziehungen zu reflektieren und über sinnstiftende Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in einer sich polarisierenden Welt zu diskutieren. Es soll Raum geben, Erreichtes zu bilanzieren und neue Ideen zu entwickeln: Welche Formen der Zusammenarbeit haben sich bewährt und in welchen Feldern bedarf es neuer Ideen? Mit welchen deutsch-tschechischen Visionen gehen wir in die Zukunft? Unterstützt werden länderübergreifende Vorhaben, die sich ergebnisorientiert mit einem der folgenden thematischen Schwerpunkte befassen: Unsere deutsch-tschechischen Beziehungen im Kleinen und Großen – Reflexion des Erreichten und Ausblick auf Zukünftiges; Deutsch-tschechischer Kitt – Welche sinnstiftenden Grundlagen des Zusammenlebens wollen wir – in Tschechien, in Deutschland, in Europa? Das Jahresthema muss ein Hauptbestandteil der inhaltlichen Agenda des Projekts sein. Die Umsetzung des Projekts kann ins Jahr 2019 hineinreichen. Falls Sie einen Antrag im Jahresthema stellen möchten, wird eine vorherige Beratung zu Ihrem Projektvorhaben empfohlen. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen an Jacob Venuß (jacob.venuss@fb.cz / +420 266 312 004).

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